Warum die sexuelle Revolution 2.0 die Welt verändern wird

Mit ’The Xtatic Revolution’ verstehe ich mich als stolzen Teil einer zweiten sexuellen Revolution.

Diese zweite sexuelle Revolution ist bei weitem nicht nur eine Revolution der Schlafzimmer – sie berührt alle Aspekte unseres täglichen Lebens!

Doch was bedeutet eigentlich „zweite sexuelle Revolution“ und wie und warum hat sie das Potenzial, unsere Welt auf profunde Art und Weise zu verändern?!

Die erste Welle der sexuellen Revolution

Wir im Westen dürfen uns glücklich schätzen, die erste Welle der sexuellen Revolution bereits durchlaufen zu haben. Diese erste Welle veränderte auf radikale Weise die Art, auf die Sexualität in ihren äußeren Erscheinungsformen wahrgenommen und bewertet wird.

Statt sich einer einzigen Wahrheit über „richtige Sexualität“ unterordnen zu müssen (verheiratet, heterosexuell, Missionarstellung), können wir ES nun tun, wie, wo und mit wem auch immer wir wollen (mit mehreren parallel oder gleichzeitig, mit Männern und mit Frauen, draußen, kinky, queer, demi, pan, etc.), solange alle Beteiligten mit dem was passiert einverstanden sind.

Auch wenn wir uns immer noch im Prozess der Anerkennung und Gleichstellung befinden, so genießen wir doch im Gegensatz zu unserer Groß- oder gar Urgroßelterngeneration ein massives Mehr an sexueller Freiheit.

Das Wohl und Weh der ersten Welle

Auch wenn es unbestreitbar segensreich ist, diese gesellschaftliche Öffnung hin zu einem offeneren Umgang mit Sexualität zu erleben, bringt diese Öffnung auch einige noch ziemlich unreflektierte problematische Aspekte mit sich.

Pornosucht, medienbeeinflusste Körperideale, Pornographie als Maßstab für guten Sex und als Beeinflussung in immer jüngerem Alter, mangelnde Bereitschaft zur tieferen Bindung, sexueller Leistungsdruck für Männer wie für Frauen.

Das Pendel ist in die andere Richtung ausgeschlagen.

Zu dem Vorwurf „Schlampe“ bei zu viel sexueller Offenheit gesellt sich nun „verklemmt und prüde“. Diese Attribute fallen oft schon bei fehlender Bereitschaft zum Sex beim ersten Date oder der Unwilligkeit zu SM-Spielen.

Oft scheint es, dass Sex mittlerweile viel einfacher zu bekommen ist als Liebe und dass schneller, höher, weiter, krasser mehr zählt als Genuss und Freude.

Die sexuelle Revolution 2.0

Kein Wunder, dass bei derartigen Veränderungen der Wunsch nach mehr Bewusstheit in der Sexualität in vielen Menschen immer lauter wird.

In dieser „zweiten Welle“ der sexuellen Revolution geht es viel mehr darum, wie sich Sex im inneren anfühlt, statt wie er im außen aussieht.

Bodyconfidence statt Bodyshaming. Genuss statt Leistungsdruck. Verbindung zum eigenen Körper statt darüber nachdenken, ob meine Brüste in dieser Stellung gut aussehen. Vertiefung der Intimität zu sich selbst und zum Partner statt Orgasmusfixierung. Göttinnenbewusstsein statt Selbstzweifel. Heilung statt weiterer Traumatisierung. Sensibilisierung statt Abstumpfung. Wirklich herausfinden, was mir gefällt statt 50 neue Sextipps aus den Frauen- und Männerzeitschriften.

Warum die zweite Welle nicht nur den Sex verbessert

In meinem ekstatischen Manifest habe ich unter anderem über das fundamentale Missverständnis geschrieben, welches sich hartnäckig in den Köpfen der Menschen hält.

Wir verwechseln sexuelle Energie mit Geilheit und Triebhaftigkeit statt sie mit Vitalität und Lebensenergie zu assoziieren.

Unserer sexuellen Energie Beachtung zu schenken und sie zu stärken ist daher nicht nur wichtig für mehr Spaß im Bett oder auf dem Küchentisch sondern auch, wenn du ein aktives, vibrierendes und lebendiges Leben voller Leidenschaft und Begeisterung leben willst.

Je mehr sexuelle Energie (sprich: Lebensenergie) durch deinen Körper pulsiert, desto lebendiger und verbundener fühlst du dich mit dem gegenwärtigen Moment.

Sexuelle Energie macht den fundamentalen Unterschied zwischen einem grauen dahinvegetieren im Alltag und ekstatischem Liebe machen mit dem Leben selbst!

Warum die sexuelle Revolution 2.0 unausweichlich ist

Auch wenn es sich für viele noch nicht so anfühlen mag – wir sind schon mitten drin!

Begeben wir uns auf eine kurze Zeitreise 50-60 Jahre zurück.

Der Gedanke, dass man mehrmals die Woche seine Zeit in einem Raum voller Geräte, Gewichte und fremder Menschen verbringt oder ohne ein konkretes Ziel zu haben durch die Gegend rennt war für unsere Großeltern absurd.

Der Gedanke, gewisse Dinge nicht zu essen, obwohl sie lecker und verfügbar sind, wäre sogar noch absurder.

Schaut man sich in unseren modernen Großstädten um, erkennt man leicht, wie die Fitness- und Ernährungsrevolution das Stadtbild (Fitnessstudios an jeder Ecke), die Supermärkte (vegane Produkte in jedem Discounter), die Buchhandlungen (etliche Regalmeter an Ernährungs- und Fitnessliteratur) und unser Denken („ich will mehr Sport machen und mich besser ernähren“ sind unter den Top 5 der Neujahrsvorsätze) verändert hat.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die positiven Effekte einer bewusst gelebten Sexualität sich im Massenbewusstsein verankert haben. Zudem wird der Wunsch und das Bedürfnis nach Heilung (kollektiv und individuell) in vielen Menschen immer lauter.

Die Zahl der an Yoga und spirituellen und alternativen Heilmethoden Interessierter steigt rasant und ebenso die Zahl der Anbieter von Tantrakursen, Sexological Bodyworkern und Slow Sex Büchern nimmt stetig zu.

Fazit

Große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus und ich freue mich auf den Tag an dem „ich will mich dieses Jahr um die Erforschung meines ekstatischen Potenzials kümmern“ die Fitness- und Ernährungsvorsätze überholt.

Ich bin guter Dinge, dass dies keine 50-60 Jahre mehr dauert 🙂

In Liebe zu dir und deiner persönlichen sexuellen Revolution

Lucya

 

By | 2020-03-04T13:37:19+00:00 März 10th, 2020|Better Life, Bewusste Sexualität, Bewusstes Leben|0 Comments

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